Published on August 27th, 2006 | by Esitileti296

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Kampf dem Drogensumpf statt »Legalize it«!

Viele Jugendverbände anderer Parteien fordern die Legalisierung von weichen Drogen. Dazu die Jungen Sozialisten (Jugendverband der SPD): »Weiche Drogen, also Haschisch und Marihuana, sollten legalisiert werden. Auch Alkohol ist eine Droge.(…)« Die Jungen Liberalen (Jugendverband der FDP) sagen: »Wir sind für die Legalisierung von Cannabisprodukten und die kontrollierte Abgabe von harten Drogen. Es ist nicht gerechtfertigt, dass Alkohol und Zigaretten erlaubt sind, aber, wie Studien ergeben haben, Cannabis als weniger gefährliche Droge verboten ist.« Und Solid (PDS-naher Jugendverband) sagt: »Wir sind für die Legalisierung von Haschisch, denn es gibt wesentlich schlimmere Drogen. 


Tausende Menschen sterben auf Grund ihres Alkoholkonsums – an Haschisch
ist noch niemand gestorben. Den Handel mit dieser weichen Droge zu
legalisieren, hieße weniger Drogenkriminalität auf der Straße.« Einzig
die Junge Union (Jugendverband der CDU) ist gegen eine Freigabe von
weichen Drogen. Sie sagen: »Jugendklubs und Streetworker dürfen nicht
Opfer der Sparpolitik werden. Wir fordern Prävention statt Freigabe.«

Das hört sich gut an, wird aber gerade jetzt zu einer Phrase, wo die
CDU alle Sparkurse und Kürzungen der sozialen Leistungen auf die Spitze
treiben will. Ob diese Jugendverbände nun für oder gegen die Freigabe
von weichen Drogen sind, eines steht fest: Sie sind alle nicht willens
und
wohl auch nicht in der Lage den Drogensumpf zu bekämpfen.

Der
Drogensumpf ist aufs engste mit dem Kapitalismus verflochten. Hier
werden die höchsten Profitraten erzielt. Außerdem dienen die Drogen als
Kampfmittel für die herrschende Klasse. Schon im 19. Jahrhundert wurde
den englischen Arbeitern zu ihrer Demoralisierung ein Teil des Lohns in
Alkohol ausgezahlt oder in den 60er und 70er Jahren gab es eine
richtige Drogenflut die mit Filmen wie »Easy Rider« über die Kultur in
die Jugend gespült wurden.

Und auch heute werden von Rappern wie Sido
Drogen extrem verherrlicht und angebetet. Der Staat ist ein Instrument
der kapitalistischen Monopole. Das ist der Grund für die Doppelmoral
und die Halbherzigkeit, mit der die Regierungsbehörden die Drogen
»bekämpfen«.
Der Zweck der Bekämpfung ist lediglich die
Funktionsfähigkeit der kapitalistischen Produktion aufrechtzuerhalten.

Eine Droge, die nicht all zu stark die Ausbeutungsfähigkeit in Frage
stellt wird »weich« genannt. Aus diesen Gründen sind Parteien und
Organisationen, die den Kapitalismus verteidigen, nicht zu einer
konsequenten Bekämpfung des Drogensumpfs in der Lage.

Jeder
Haschisch-konsumierende Jugendliche mag sich links, cool, rebellisch
oder als ein Gegner des Systems fühlen, er ist dennoch im Netz der
Drogenmafia ein eingeplantes und kalkuliertes Rädchen. Während er in
seinem Kopf von Bewusstseinserweiterung träumt wird sein Blick für die
Wirklichkeit getrübt und mit seinem Geld Waffenkäufe und faschistische
Diktatoren bezahlt.

Seine einstmals rebellischen Träume von einer
anderen und besseren Welt werden verblassen oder erstickt. Diese
Selbsttäuschung und Perspektivlosigkeit müssen wir vom REBELL
kritisieren. Kämpfen wir um jeden, der im Drogensumpf droht zu
versinken. Bekämpfen wir in der Tat jeden Drogenhandel! Die Jugend ist
und bleibt die aktivste Kraft! Die Jugend ist vorwärtstreibend,
lebendig, voller Ideen, offen für den Sozialismus und bestrebt die Welt
zu verändern.
Und das kann sie, obwohl und weil sie einen klaren Kopf
behält.

Malte


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