Published on August 27th, 2006 | by Esitileti296

0

Internationalismus ist Trumpf!

Im Rahmen des 12. internationalen Pfingstjugendtreffens fand am Pfingstmontag ein internationaler Erfahrungsaustausch zwischen Vertretern von Jugendverbänden und Jugendlichen aus 11 Ländern statt, wozu der REBELL eingeladen hatte. Hauptsächlich beschäftigten wir uns mit Fragen, die auch im gesamten Rahmen des Pfingstjugendtreffens eine große Rolle gespielt hatten. Beispielsweise der Kampf gegen Armut und Arbeitslosigkeit und der antifaschistische Kampf. Jeder Vertreter hielt einen Länderbericht. Dadurch konnten wir ganz konkrete Erfahrungen austauschen:


Aus Südafrika berichtete ein Vertreter: »Die Armut ist schlimmer als früher und die Jugendlichen sind am meisten betroffen, es gibt keine Arbeit und keine Hoffnung auf Arbeit. Vor zwei Monaten fanden Generalstreiks an den Unis statt, die vom südafrikanischen Studentenkongress geführt wurden. Die häufigen Demonstrationen und Streiks wurden von sehr viel Gewalt und Verhaftungen durch die Polizei begleitet.« Weiter berichtete er, dass sich die Menschen in Südafrika häufig regional selbst organisieren, um zu kämpfen. So wurden im April Regierungsvertreter, die auf Demonstrationen sprechen wollten, aus den Gemeinden verjagt.

Aus Argentinien, wo 2001 ein Volksaufstand, Argentinazo genannt, die Regierung gestürzt hatte, berichteten Vertreter davon, dass die Jugend in den Fabriken höchstens Dreimonatsverträge bekommt, und dass insgesamt zwei Millionen Jugendliche arbeitslos sind. An den Unis entwickelt sich ein wichtiger Kampf, da die Regierung ein Gesetz plant, dass den Zugang zu den Unis beschränkt. Die PCR(Kommunistische Partei Argentiniens) /JCR (Jugendverband der PCR) haben ein revolutionäres Ziel. Die JCR fördert die Selbstorganisationen der Jugend und der Studenten. Die Schwäche des Argentinazo war, dass die Arbeiterbewegung nicht die führende Kraft war. Die PCR/JCR stehen deshalb vor der Herausforderung, die Kräfte in die Fabriken zu verlagern. Neu ist, dass in den letzten Monaten, der Kampf der Arbeiterklasse einen Aufschwung nimmt. In den letzten drei Monaten haben sich 500 000 Arbeiter an Protesten beteiligt, vor allem für eine Lohnerhöhung. Dies waren die wichtigsten Erfahrungen des Vertreters der JCR.

Aus unserem Nachbarland, den Niederlanden berichtet eine Vertreterin der GML- Rode Morgen: »In den Niederlanden gibt es ein ähnliches Krisenprogramm wie Hartz IV. Viele Arbeitsplätze werden vernichtet.« In Deutschland wird uns oft etwas über das »Job-Wunder « in den Niederlanden erzählt. Diese Lüge zerbricht an der Realität. So hörten wir, dass in den Niederlanden sehr viele Stellen nur befristet besetzt werden.

Alle Teilnehmer betonten das Interesse an der Vertiefung des Erfahrungsaustauschs. So sprach der russische Vertreter davon, dass der internationale Zusammenschluss und die Internationalisierung des Klassenkampfs die einzige Antwort auf die Internationalisierung der Produktion ist.

Der Austausch war erfolgreich. Wir haben ausgewertet, dass es wichtig ist, den Erfahrungsaustausch fortzusetzen und sich noch mehr darüber auszutauschen, wie wir den Kampf um die Denkweise der Jugend mit der Unerfahrenheit und Weltfremdheit, aber auch gegen die Waffen der Herrschenden, den Drogensumpf, gegen die Verrohung, gegen Beschaffungskriminalität und vieles anderes, erfolgreich führen können.

Tags: ,


About the Author



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Back to Top ↑