Published on August 3rd, 2006 | by Esitileti296

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Gewerkschaften

Die Gewerkschaften sind die wichtigsten Selbstorganisationen der Arbeiter. Mit der Entstehung und Entwicklung der modernen Industrie entstand auch die Arbeiterklasse, und Mitte des 19. Jahrhunderts die Gewerkschaften.

„Aufgesplittert und unorganisiert waren die Arbeiter wehrlos einer unerträglichen Ausbeutung und furchtbaren Notlage ausgesetzt. Jeder einzelne war auf sich angewiesen. (…) Den Arbeitern dämmerte die Erkenntnis, dass nur eine starke Organisation, die die Arbeiter im gemeinsamen Kampf führt, erfolgreich ihre Interessen vertreten kann.“( „Gewerkschaften und Klas senkampf“, S.21) Aus dieser Erkenntnis heraus entstanden
die Gewerkschaften.

Der Grundgedanke dabei war immer sich zu organisieren um den Kapitalisten entgegentreten zu können. Deshalb sind die Gewerkschaften, auch nix verstaubtes oder ein Überbleibsel aus dem letzten Jahrhundert, wie manche Herren der Unternehmerverbände oder der CDU/ FDP uns weis machen wollen. Sie sind viel mehr ein Notwendigkeit damit wir wirtschaftliche und politische Teilforderungen durchsetzen können. Karl Marx- der Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus, hat gesagt, die Stärke der Arbeiter liegt in ihrer großen Zahl, aber nur organisiert kommt sie zum Tragen. Deshalb ist der Gedanke sich in einer Gewerkschaft zu organisieren auch die erste Stufe des proletarischen Klassenbewusstseins, sich als Teil der Arbeiterklasse zu fühlen und gemeinsame Ziele auch gemeinsam durchzusetzen. Und dieses Bewußtsein hat sich gerade in den letzten Monaten weiter gefestigt und gestärkt.

Der Jugendaktionstag der IG Metall in Nürnberg und die wachsende Zahl an Jugendlichen in den Gewerkschaften stellen dies gerade auch unter der Arbeiterjugend unter Beweis. Um bundesweit eine starke Bewegung für die Unbefristete Übernahme aller Lehrlinge entsprechendder Ausbildung und für die 10 %ige Ausbildungsquote in der Großindustrie zu erreichen, brauchen wir eine starke Jugendgewerkschaftsarbeit. Natürlich sind auch in der Gewerkschaft diese Forderungen nicht unumstritten, und muss in einer geduldigen und überzeugenden Auseinandersetzung die Klassenzusammenarbeitspolitik der rechten Gewerkschaftsbürokratie angegriffen werden. Nichtsdestotrotz müssen die Gewerkschaften jedoch gegen jede gewerkschaftsfeindliche Attacken als Kampforganisationen der Arbeiter und Angestellten zur Verteidigung und Verbesserung ihrer Lohn- und Arbeitsbedingungen verteidigt werden.

Wir treten ein für die Überparteilichkeit der Gewerkschaft. Das schließt die offene demokratische Diskussion auf antifaschistischer Grundlage über alle Parteien und ihre Politik ein. So können wir erfahren, welche Partei, wo und für was bei der nächsten Bundestagswahl steht. Ausgehend von unseren gewerkschaftlichen Interessen sollten wir Wahlprüfsteine zur Beurteilung der Antworten und Wahlprogrammem aufstellen. Zu solchen Wahlprüfsteinen, die sich an den brennendsten Zukunftsfragen der Jugend orientieren, können z.B. gehören: _ Kampf dem Drogensumpf oder „Legalize it“ _ Kampf der Massenarbeitslosigkeit auf Kosten der Profite oder Verwalten der Arbeitslosen und Umverteilung der Gelder zugunsten der Monopole ala Hartz IV_ Förderung des Weges der Arbeiteroffensive auf breiter Front und der Kampfeinheit von Jung und Alt oder Klassenzusammenarbeitspolitik Sicherlich wissen wir, dass gewerkschaftliche Kämpfe noch nix grundsätzliches an diesem kapitalistischen System verändern werden.

Dennoch müssen wir sie führen, zur Verbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen und als tagtägliche Schule des Klassenkampfs. Darum brauchen wir aber auch starke Gewerkschaften als Kampforganisationen. Deshalb werdet Mitglied in den Gewerkschaften! Wir als Marxisten-Leninisten beschränken uns nicht auf die gewerkschaftlichen Kämpfe. Dazu heißt es im „ Parteiprogramm der MLPD“(S.63): „Neben den gewerkschaftlichen Streiks unterstützen die Marxisten- Leninisten gegebenenfalls das Durchbrechen des gewerkschaftlichen Rahmens und die Durchführung von selbständigen Streiks. Diese selbständigen Streiks bekommen immer größere Bedeutung, je mehr sich die Einzelkämpfe der Arbeiter zu Massenkämpfen, die wirtschaftlichen Kämpfe zu politischen und die Kämpfe im nationalen Rahmen zu einem Teil des internationalen Klassenkampfs höherentwickeln.“

Deshalb sind die Gewerkschaften auch keine Konkurrenz zu REBELL und MLPD. Wer eine grundsätzliche Alternative sucht, muss deshalb aber auch Mitglied in der MLPD und im REBELLwerden, und dafür gewonnen werden.

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