Published on August 3rd, 2006 | by Esitileti296

Buchtipp: Erkämpft das Menschenrecht

Wie viele Neonazi-Veranstaltungen und – Aufmärsche werden von den Behörden erlaubt und antifaschistische Gegendemonstrationen drangsaliert, kriminalisiert oder sogar verboten? Diese Auseinandersetzung findet ständig statt.

 

Und gleichzeitig hat der Staat es bis heute nicht für nötig gehalten, alle faschistischen Organisationen zu verbieten, wie es auch das Grundgesetz und das Potsdamer Abkommen ausdrücklich verlangen.

 

Solange es Kapitalismus gibt, besteht auch die Gefahr, dass eine offen terroristische Diktatur zum Herrschaftssystem erhoben wird.

Deshalb: Wehret den Anfängen! Keinen Fußbreit den Faschisten!

 

Die antifaschistische Aufklärung, insbesondere der Jugend, ist eine wichtige Aufgabe aller fortschrittlichen Menschen. Dazu ist das Buch ein sehr guter Beitrag.

 

Etwa 60 Millionen Menschen mussten als Folge der Terrorherrschaft der Hitlerfaschisten ihr Leben lassen. Allein 20 Millionen Bürger der sozialistischen Sowjetunion. Wer will das Leid ermessen? Doch gab es im Volk viele, die mit allen erdenklichen Mitteln die Naziherrschaft bekämpften!

 

Dieses Buch bringt Lebensbilder und Abschiedsbriefe von Hunderten von Menschen, die gegen den Hitler-Faschismus kämpften und ihren Unterdrückern die Stirn boten und deshalb in den Lagern und Gefängnissen der Faschisten landeten und umgebracht wurden. Der Lehrer, die Verkäuferin, der Eisendreher, der Werftarbeitern, die Journalistin – sie alle gehörten zum „anderen Deutschland“, dem Widerstand aus der Arbeiterbewegung, aus dem Volk. Dieser wird in der Geschichtsschreibung meist nur am Rande behandelt, wenn überhaupt. Das ist bei dem Buch anders.

 

Sehr beeindruckend ist, mit welcher menschlichen Wärme, Gefasstheit, und aufrechter Haltung diese Widerstandskämpfer Abschied nehmen! Gleichzeitig lernt der Leser durch die Lebensbilder eine Vielfalt an Biografien und Widerstandsaktionen kennen. Auch das macht das Buch zu einem authentischen „Zeitzeugen“.

 

Das Nachwort schrieb die Schauspielerin und Tochter Bertolt Brechts, Hanne Hiob. Sie ist eine engagierte, unermüdlich Mahnerin gegen die faschistische Gefahr. Für ihr Engagement erhielt sie 2005 der Aachener Friedenspreis. Sie führte unter anderem unzählige Lesungen mit diesem Buch durch.

 

Da das Buch schon 1988 in Druck ging, wurde der Preis von früher 24,00 Euro auf 15,00 Euro gesenkt. 703 Seiten mit vielen Fotos; gebundener Leinenband, zu bestellen beim Verlag Neuer Weg, www.neuerweg.de

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