Published on Juli 25th, 2006 | by Esitileti296

Kampf dem Drogensumpf

Drogen gegen die Rebellion der Jugend 

Jeder fünfte Jugendliche konsumiert regelmäßig Haschisch. Unterstützung für die Verbreitung der Droge gibt es von den Grünen und von der PDS. Alkohol und Tabak seien legal, hätten jedoch weit schlimmere Folgen. Das Verbot von Haschisch sei deshalb „repressiv“ und kriminalisiere die Jugend, argumentieren diese Befürworter. Und etliche Drogenberatungsstellen in Deutschland haben sich dieser Strömung angeschlossen, um konsumierende Jugendliche vor Gefängnisstrafen zu schützen, und es ist inzwischen auf vielen Schulhöfen erhältlich. Auf vielen Elternabenden ist Thema, wie man die Jugend gegen diese und andere Drogen stärken kann.

Im Interesse des Schutzes der Jugend und ihrer Zukunft treten MLPD und ihr Jugendverband REBELL gegen jegliche Legalisierung des Haschisch und seiner Verharmlosung ein.

Denn neben der lukrativen Geschäftemacherei wird der Drogenhandel mitsamt der mit ihm verbundenen Kultur gezielt von den Herrschenden eingesetzt, um die Rebellion der Jugend gegen den Imperialismus und für den Kampf für eine von Ausbeutung und Unterdrückung befreite Gesellschaft zu zersetzen.

Ein Blick auf die Geschichte zeigt, wie Drogen von den Herrschenden gezielt eingesetzt werden. Denn der Einsatz von Drogen als Mittel im Klassenkampf ist nicht neu. So wurde der Widerstand der Indianer Amerikas gegen die englischen und spanischen Eroberer unter anderem mit Hilfe des Alkohols gebrochen. Ganz bewusst zur Zersetzung und Demoralisierung der englischen Arbeiterbewegung wurde von den herrschenden englischen Kapitalisten im 19. Jahrhundert ein Teil des Lohns in Form von Alkohol ausgezahlt.

Mit Haschisch gegen Jugendbewegung

Bis Mitte des letzten Jahrhunderts war Haschisch in Europa kaum verbreitet. Die vom Sozialismus und der chinesischen Kulturrevolution beeindruckte Jugendbewegung der 1960er und 1970er Jahre in Europa wurde von den Herrschenden mit einer „Drogenwelle“ unter Beschuss genommen. Losgetreten wurde sie von den Vietnam bombardierenden US-Imperialisten, und Haschisch, Marihuana und LSD fanden unter der deutschen Jugend erstmals nennenswerte Verbreitung.

Von Anfang an verband die herrschende Klasse die „Drogenwelle“ mit der Propagierung eines individualistischen und antiautoritären Lebensgefühls und einer entsprechenden Lebensweise. Filme wie „Easy Rider“ und die bürgerliche Musikszene verbreiteten gefühlsbetont die Botschaft: „Werde du selbst“ und „Lebe im Hier und Jetzt“.

Der Antiautoritarismus und Individualismus war mit Hilfe der Allianz aus „neuen“ Drogen und imperialistischer Massenkultur leichter und tiefer in der Jugend zu verankern. Die kapitalistische Mafia bezog gigantische Gewinne aus dem nun auch in Europa blühenden Drogengeschäft.

Drogenhandel zweitgrößte Profitquelle der Erde

Denn mit Drogen wird unglaublich viel Profit erzielt. Vor allem bei synthetischen Drogen sind die Spannen riesig. Der Drogenhandel rangiert beim Umsatz direkt hinter dem Waffenhandel und ist zweitgrößte Profitquelle auf der Erde. Aus all diesen Gründen wird versucht, die „neuen“ Drogen wie Haschisch, Marihuana oder im Labor hergestellte Drogen wie Ecstacy über den bereits etablierten Alkohol hinaus bei der Jugend einzuführen.

Zugleich ist die herrschende Klasse bemüht, eine ausufernde Verbreitung zu begrenzen, um die Gefährdung der Produktion durch eine übermäßige Zerrüttung der Jugend infolge Drogenmissbrauch zu vermeiden. Diese Zwiespältigkeit zeichnet die bürgerliche Drogenpolitik aus. An einer konsequenten Bekämpfung der Drogen hat sie kein Interesse.

Massenmedien: Sei „cool“

Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Deutschland. Jeder vierte hat sie schon einmal konsumiert. Und das keineswegs nur aus Neugier. Was „cool“ ist, wird maßgeblich von den bürgerlichen Jugendmagazinen und anderen Massenmedien bestimmt. Gegner des Haschisch werden als „uncool“ stigmatisiert. Aber warum soll man denn „cool“ sein? Warum soll die Jugend ihre Perspektivelosigkeit im Kapitalismus kalt lächelnd hinnehmen und sich den Kopf zunebeln, um das nicht mitzukriegen?

Mit dieser Prägung eines kleinbürgerlichen Lebensgefühls muss die Jugend fertig werden! Denn eine aktuelle Schulumfrage zeigte für 15-jährige männliche Schüler der 9.Klassen eine Zunahme des Konsums im letzten Jahr von 17 Prozent auf 22 Prozent, während die Zahl für Mädchen bei 15 Prozent stabil blieb.

PDS:

Wenn Alkohol legal ist …

Für zahlreiche sich „links“ gebende Jugendverbände in Deutschland ist das völlig unproblematisch. Sie organisieren „Hanftage“ oder „Selbstanzeigeaktionen“ für den freien Verkauf von Haschisch. Zu diesen gehört auch der Jugendverband der PDS, „Solid“: „Die PDS fordert die Entkriminalisierung des Drogenskonsums, die Legalisierung von Hanf (und) die Originalstoffabgabe an Abhängige.“ Und: „Das Verbot ist überholt! Über vier Millionen Menschen werden kriminalisiert nur weil sie eine im Vergleich zu Alkohol wenig gefährliche Substanz zu sich nehmen. Wo liegt da die Logik?“

Dem schließen sich auch Tina Gerts (Sprecherin der Grünen Jugend) und Niels Annen, Bundesvorsitzender der Jusos, an: „Weiche Drogen, also Haschisch und Marihuana, sollten legalisiert werden. Auch Alkohol ist eine Droge.“

… soll Haschisch auch frei zugänglich sein.

Offensichtlich ist diesen Leuten die Gefahr durch den Missbrauch von Alkohol bewusst. Aber statt nun etwas gegen den Missbrauch von Alkohol unter der Jugend zu unternehmen, fordern sie aus Gründen der „Gleichberechtigung“ die Legalisierung einer die Jugendbewegung zersetzenden Droge. Wenn man in Deutschland legal Alkoholmissbrauch betreiben kann, dann soll man das bitte schön genau so ungestraft mit Haschisch machen dürfen.

Wissenschaftliche Untersuchungen über die mit Haschisch verbundenen Gefahren für den psychischen und physischen Apparat werden bagatellisiert und das Ganze bekommt sogar einen fortschrittlichen Anstrich durch die Begründung, man wolle etwas gegen die Kriminalisierung der Haschischraucher tun. Zweifellos ist es empörend, dass kleine Konsumenten bestraft werden und millionenschweren Dealer im Nadelfilz unbehelligt bleiben. Aber hier zum Schutz kleinerer Konsumenten die Hoffähigkeit einer weiteren Droge durchzusetzen, ist Ausdruck der reformistischen Denkweise „des kleineren Übels“ und negiert die dramatischen Folgen für die Masse der Jugend.

Über diese Dinge aufzuklären ist eine bedeutende Aufgabe des REBELL.

Das Haschisch enthält nachweislich über 400 verschiedene chemische Stoffe. Darunter sind 12 ungesättigte Fettsäuren, was sehr gesund sei, so heben die Haschischraucher gerne hervor. Dass aber selbst ausgesprochene Giftpflanzen in der Natur viele, für Menschen lebenswichtige Substanzen enthalten können, ist eine Binsenweisheit.

Tatsächlich nimmt man mit Haschisch gesundheitsschädliche Kohlenwasserstoffe und Terpentine, krebserregendes Benzol, Benzypren und Benzanthren zu sich – um nur einige zu nennen. Zudem ist Haschisch im Fett, aber nicht im Wasser löslich, wird nur schwer ausgeschieden und lagert sich deshalb im ganzen Körpergewebe an. Insbesondere unser Gehirn besteht zu einem großen Teil aus stark fetthaltigem Gewebe, so dass es viele Monate dort verbleiben kann – mit all seinen Folgen.

Fehlschaltungen im Gehirn

Die von den Haschischrauchern gesuchte Wirkung wird durch das „Tetrahydrocannabinol“ (THC) verursacht. THC wird über den Blutkreislauf in die verschiedensten Organe verteilt und dockt dort an einem Rezeptor unserer Körperzellen an. Dieser ist von Seiten der Natur natürlich nicht für das THC entwickelt worden, sondern für das körpereigene Anandamid, welches beim Menschen betäubende und andere, das Körperempfinden betreffende Effekte auslöst, ähnlich wie das bei einem Haschischrausch der Fall ist.

Wir finden diesen Rezeptor in verschiedenen Teilen des Gehirns: im Kleinhirn und den Basalganglien, was die Verlangsamung der Bewegungsabläufe unter Haschisch erklärt. Weiterhin gibt es ihn im vorderen Bereich der Hirnrinde, was die Hochstimmung, die Veränderung im Zeitgefühl, die Störung der Konzentrationsfähigkeit und traumähnliche Zustände erklärt. Und wir finden diesen Rezeptor auch in dem für das Gedächtnis so wichtigen Hirnteil Hippocampus, was die durch das THC bedingten Störungen des Gedächtnisses erklärt. Die „falsche“ Bedienung dieses Rezeptors führt zu einer Fehlschaltung im Gehirn.

Dies alles macht verständlich, warum das Haschisch eine den Individualismus und die Vereinzelung fördernde Droge und für die Zersetzung der Jugendbewegung geeignet ist.

Es wirkt auch noch auf weitere Körperorgane, darunter den Immunapparat, der ebenfalls über zahlreiche dieser Anandamid-Rezeptoren verfügt. Das könnte erklären, warum man bei starken Haschischrauchern Immunwerte findet, die durchaus mit denen nach erfolgter Chemotherapie vergleichbar sind. Damit wächst die Anfälligkeit für verschiedenste Krankheiten, aber auch die Wahrscheinlichkeit für die Bildung von bösartigen Tumoren steigt stark an.

All das sind wichtige Gründe dafür, dass MLPD und REBELL dem Kampf gegen den Drogensumpf große Bedeutung beimessen.

 

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